Laizismus und Islam: Islamische Gründe gegen die Idee des „islamischen Staats“

Mittwoch, 19.11.2014, 20:00 Uhr – 22:00 Uhr. Ort: Neue Uni. HS 01
Vortrag und Diskussion mit Luay Radhan, Islamwissenschaftler

In Kooperation mit der Juso–Hochschulgruppe beschäftigen wir uns  im November mit Fragestellungen rund um den politischen Islam. Islamwissenschaftler wie Luay Radhan setzen sich mit islamischen Strömungen auseinander, die gerade keine Theokratie, kein Kalifat oder einen „islamischen Staat“ anstreben. Mittels Vortrag und Diskussion möchten wir auf die Vielfalt von Positionen innerhalb des islamischen Diskurses hinweisen. Diese schließt sehr wohl säkulare und laizistische Positionen mit ein.

Es gibt sehr wohl auch MuslimInnen, die aus islamischen (und anderen) Gründen ausgesprochene GegenerInnen der Idee des sogenannten „islamischen Staats“ sind. Denker wie die Ägypter Nasr Abu Zayd (1943-2010), Farag Fodah (1945-92) und Gamal al-Banna (1920-2013) haben Jahrzehnte lang gegen den Missbrauch des Islams gekämpft. Der Islam wird, genauso wie andere Weltanschauungen, ständig als Quelle der Moral, an die viele Menschen glauben, zur Herrschaftslegitimation missbraucht. (Luay Radhan)

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